Eishockey Schutz -Ausrüstung
Da Eishockey eine Sportart ist, bei der sich schon viele sehr übel verletzt haben (selbst Zuschauer), gibt es auch für die Kleidung und Ausrüstung klare Regeln. So ist kann zum Beispiel ein Schiedsrichter, der feststellt, dass ein Spieler seine Kleidung nicht richtig trägt, denjenigen für zwei Minuten vom Spiel verweisen. Das wiederrum wird als harte Strafe angesehen, da Eishockey ein extrem schnelles Spiel ist, in dem zwei Minuten mit einem Spieler weniger (dem sogenannten Powerplay) schon den ganzen Spielverlauf übermäßig negativ beeinflussen können.
Beim Spiel gelten als Kleider für alle Jahreszeiten immer:
Der Helm
Hierbei muss unterschieden werden zwischen Männer- und Fraueneishockey, da Männer (über achtzehn) entscheiden dürfen, ob sie mit Visier, oder Gitter spielen, wohingegen die Frauen obligatorisch ein Gitter tragen müssen.
Die Halskrause
Dieses Utensil gilt als sehr wichtig, da beim Eishockey die Spieler sehr häufig gegen die Bande gedrängt werden und man sich (durch einen ungünstigen Winkel) tatsächlich das Genick brechen kann. Dem Goalie (dem Torwart) wird hier zusaätzlich noch ein Kehlkopfschutz eingebaut, um zu verhindern, dass ein heranfliegender Puck, oder ein ungünstig geschwungener Schläger, seine Luftröhre eindrückt.
Der Brust- und Ellenbogenschutz.
Diese Ausrüstung dient hauptsächlich als Schutz vor Prellungen oder Stauchungen. Eine Bruchgefahr ist jedoch beim Eishockey nicht zu erwarten. Insofern gehören Brust- und Ellenbogenschutz zu den "weichen" Vorsorgemethoden.
Hose und Genitalschutz
Als Hose gilt beim Eishockey eine mit Kunststoff verstärkte, badehosenförmige Unterhose, die den gesamten Hüftbereich, sowie die Oberschenkel umfasst. Sie wird über die normale Sporthose gezogen, und dient im Zusammenhang mit dem Genitalschutz als zusätzliche Absicherung dafür, dass nichts dorthin gelangt, wo nichts hingelangen soll.
Außerdem muss hier auch noch die Thermounterwäsche erwähnt werden, da sie die Unterkühlung von Prostata, sowie Nieren und Genitalien verhindert.
Bein- und Knieschutz
Beim Eishockey kommt es häufig vor, dass der Puck auch von der Eisfläche hochschnellt und sensible Bereiche in Bein und Kniegegend treffen könnte. Hierfür wurde der Bein- und Knieschutz entwickelt, welcher von der Hose abwärts, das Knie und die Schienenbeine schützt. Würde ein Puck bei nur mittelmäßiger Geschwindigkeit auf ein Schienenbein treffen, ist davon auszugehen, dass das Schienenbein gebrochen werden würde. Da der Puck bis zu 170 kmh schnell werden kann, sind Einschlagskräfte von bis zu 1,5 Kilonewton denkbar.
Stutzen
Die Socken des Beinsports! Sowohl beim Eishockey, als auch beim Fußball sind sie Plicht. Sie werden noch über den Beinschutz hinüber gezogen, und dienen (neben der zusätzlichen Stabilisierung des Fußgelenks) auch zur Abfederung von Einschlägen.
Das Trikot
Wahrscheinlich eines der prestigetechnisch wichtigsten Ausrüstungsgegenstände, da es sowohl die Club-Zugehörigkeit, als auch die eigene Position innerhalb ihrer genau definiert. Für viele junge Spieler hat das Trikot eine besondere Bedeutung. Es strahlt Vertrauen aus, sowohl in für die eigene Spielkenntnis, als auch (und gerade das besonders) für die Belastbarkeit des Spielers. Entwickelt werden Trikots von verschiedenen Desingern, die dafür sehr gut bezahlt werden, denn schließlich muss sich die Mannschaft über sie vor etlichen Zuschauern profilieren können.
Die Schlittschuhe
Die Schuhe für Sie und Ihn sind beim Eishockey großenteils ziemlich gleich. Abgesehen von kleineren individuellen Modifikationen, speziell für besondere Eiszustände, gibt es eigentlich keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Schlittschuhen beim Männer- und Fraueneishockey.
Schläger und Handschuhe
Besonders wichtig ist natürlich auch das Schlägerset, bestehend aus dem Schläger selbst und auf ihn gut angepasste Handschuhe. Dabei kann der Schläger aus einer Reihe von Materialien bestehen, von einfachem Holz, über Alluminium, verstärktem Kunststoff, oder sogar Titan, je nachdem, wieviel Geld dem Club zur Verfügung steht und welche individuellen Preferenzen ein Spieler aufweißt. Die Handschuhe sind vom Meterial her stehts den Schlägern angepasst.
Aber nicht nur am Spieler sind Vorkehrungen zu treffen. Nachdem im Jahre 2002 in den USA ein dreizehnjähriges Mädchen von einem in die Zuschauerreihen geflogenen Puck getötet wurde, müssen die Spielfelder mit Nylonnetzen verhangen sein.
Doch trotz (oder vielleicht gerade wegen) der Gefahr ist Eishockey noch immer eines der beliebtesten Sportarten des Planeten, und fesselt etliche tausend Zuschauer.